Arbeitslosengeld

FAQ

 

Hartz 4 und ALG 2 (Arbeitslosengeld 2) sind zwei Begriffe für die gleiche Sozialleistung: Nämlich Grundsicherung für Arbeitslose. Hartz 4 und ALG 2 sind also das Gleiche.
Unterscheiden muss man Hartz 4 / ALG 2 von ALG 1 (Arbeitslosengeld 1) und Sozialhilfe.

Hartz 4/ALG 2 bekommen grundsätzlich alle Deutschen und Ausländer mit Aufenthaltstitel,

  • die 15 Jahre alt sind
  • arbeitslos sind
  • erwerbsfähig sind
  • hilfebedürftig sind
  • und in Deutschland leben

Beachten Sie aber, dass Hartz 4 / ALG II eine subsidiäre Leistung ist. Das heißt, dass wenn Sie Rente, ALG I oder Wohngeld erhalten können, dass Sie dann kein Hartz 4 / ALG II erhalten.

Grundsätzlich bekommt ein Antragsteller den Regelsatz von 399 € im Monat plus Miete. Leben mehrere Personen in einer Bedarfsgemeinschaft zusammen in einer Wohnung, ändert sich auch der Regelsatz. Erwachsene erhalten dann jeweils 360 €, Kinder je nach Alter zwischen 234 € und 320 €.

Zuständig für Hartz 4 / ALG 2 ist das örtliche Jobcenter. Im Kreis Offenbach ist das die Pro Arbeit in Dietzenbach, in Offenbach die MainArbeit und in Frankfurt das Jobcenter Frankfurt.

Das ist eine schwierige Frage. Denn das Gesetz sagt, dass die Miete dann gezahlt wird, wenn die Wohnung „angemessen“ ist. Was nun angemessen ist, ist in jedem Ort in Deutschland unterschiedlich. Was vielleicht in Offenbach angemessen ist, ist es in Dietzenbach nicht. Dazu muss man den Sachbearbeiter im Jobcenter fragen, oder einen Anwalt. Genauso ist es mit der Größe der Wohnung.

Nein. Das kann das Jobcenter auf keinen Fall. Was aber passieren kann ist, dass das Jobcenter die Miete nicht vollständig zahlt, weil die Wohnung nicht angemessen ist, also weil sie zu teuer ist. Dann muss man die restliche Miete selber zahlen.

Nein. ABER: Wenn man an einer Maßnahme nicht teilnimmt, kann in der Folge eine Sanktion von 30% bis 100% des Leistungssatzes für 3 Monate ausgesprochen werden. Also wenn Sie einen Grund haben, nicht (mehr) an einer Maßnahme teilnehmen zu können, dann sprechen Sie VORHER unbedingt mit einem Anwalt für Sozialrecht. Hier kann gemeinsam geklärt werden, ob Ihnen dann eine Sanktion droht, oder nicht.

Nein. Sie können hierzu nicht gezwungen werden und Ihnen droht auch keine Sanktion, wenn Sie nicht unterschreiben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, müssen Sie nichts unterschreiben.

Nein. Sie müssen niemanden in Ihre Wohnung lassen. Ihnen drohen auch keine Sanktionen, wenn Sie den Außendienst nicht in die Wohnung lassen. Es kann dann allerdings passieren, dass Sie eine beantragte Leistung, wie eine neue Waschmaschine, oder ein neues Kinderbett, nicht erhalten, weil das Jobcenter den Bedarf nicht feststellen konnte.
Deshalb als Tipp: Wenn der Außendienst kommt, holen Sie sich einen Zeugen dazu. Verlangen Sie den Dienstausweis des Außendienstes und lassen Sie sich den Grund, weshalb er kommt, erklären. Der Außendienst darf keine Fotos machen und nicht in den Schränken wühlen. Er darf nur begutachten, weshalb er gekommen ist. Er muss ein Protokoll anfertigen über den Hausbesuch und dieses Protokoll muss Ihnen ausgehändigt werden.

Ja. Das müssen Sie. Sie müssen alle Änderungen in Ihrem Leben / in der Bedarfsgemeinschaft dem Jobcenter mitteilen. Ob Sie einen neuen Job haben, ob jemand bei Ihnen ein- oder ausgezogen ist, wenn Sie ein neues Konto haben, oder wenn Sie Geld geerbt haben. Ansonsten kann es im schlimmsten Fall zu einer Anzeige wegen Sozialbetruges kommen.